Nach einem guten Flug landeten wir pünktlich
in Teheran und wurden am Flughafen abgeholt. Das Lahleh-Hotel
bot uns für wenige Stunden Schlaf und schon am Morgen
ging es um 05.30 Uhr wieder zum Flughafen um mit einer bis
auf den letzten Platz besetzten Maschine in Richtung Schiraz
zu fliegen. Im Homa-Hotel konnten wir unser Gepäck deponieren
um dann mit den Landrovern/Jeeps in Richtung Zagros-Berge
zu fahren, um Lisa und das Baby zu suchen.
Auf dem Weg mussten wir ein Militärlager passieren und
es wurde scharf geschossen.Das, was wir in den letzten Jahren
schon feststellen konnten, war hier böse Realität
für unsere Nomaden geworden. Wo noch 2001 reine Nomadenlagerplätze
waren, waren jetzt bereits Feldbestellungen erfolgt und so
der Lebensraum für unsere Nomaden zerstört. Mitten
durch das Nomadenlagergebiet wurde eine neue Straße
gebaut und schon war direkt an dieser Straße das 1.
neue Dorf entstanden. Ein Großteil des Lebensraumes
ist hier vernichtet.
Unsere kleine Regenbogenknoten®-Schule war bald gefunden.
Das provisorische kleine Haus war durch einen Neubau erweitert
und wir trafen 15 Schüler/innen der Klassen 1 - 5 an,
die sich auf unseren Besuch gefreut hatten. Wir haben die
Kindern eine Menge Schulmaterial übergeben können
und nach kurzen Aufenthalt unsere Fahrt fortgesetzt. Sollte
sich unsere Sippe um Lisa hier weiterhin zur Sommerweide einfinden
werden wir diese Schule ab 2003 100% in unsere Unterstützungsarbeit
einbeziehen.
Bald war auch unsere Sippe gefunden, die direkt an der neu
in Bau befindlichen Straße lagerte. Die große
Dromedarherde war schon weithin sichtbar. Lisa mit einem bunten
Band geschmückt ließ uns aber nicht zu nahe kommen.
Leider war das im Februar geborene Baby nach wenigen Tagen
eingegangen, schade, gerne hätten wir es gesehen. Aber
zum Trost wurde uns berichtet, dass Lisa schon wieder ein
neues Junges austrägt und so bleibt die Hoffnung, dass
wir 2003 den Nachwuchs begrüßen können.
Unsere Freude begrüßten uns herzlich und die
Kollegen (die das 1. mal dabei waren) konnten so einen guten
Eindruck von der Lebensweise der Nomadenbekommen. Auf einem
Knüpfstuhl war wieder ein schönes Stück in
Arbeit und wir machten es uns im Zelt gemütlich um
viele Dinge zu diskutieren.
Die alte Mutter unserer Freunde war auch wieder anwesend
und wir wünschen ihr noch ein langes Leben. Gegen Mittag
wurde uns ein fantastisches Mittagessen serviert und zunächst
zögerlich (können wir das essen ?) langten alle
kräftig zu.Leider werden Dromedar-Herden immer weniger
und in den letzten Jahren konnten wir kaum noch Dromedare
antreffen - diese sind durch die LKW verdrängt. Schade,
aber freuen wir uns darüber, dass wir Freunde haben,
die noch über eine Dromedarherde verfügen. Irgendwann
einmal wird es sicherlich ergeben einen Teil der Wegstrecke
zu Fuß mit unseren Freunden zu gehen. Wer daran Interesse
hat, kann sich ja mal melden.
Nach dem wir den Betreuungslohn für Lisa für das
Jahr 2001 bezahlt hatten machten wir uns wieder auf den
Rückweg. Auf der Fahrt entdeckten wir ein blaues Wildblumenfeld,
welches wir für die neuen Farbkombinationen und für
Fotozwecke einfangen konnten.
Am frühen Abend ging es dann zum Basar in Schiraz,
der alle Mitreisenden begeisterte. Da wir hierhin nicht
zurück kommen konnten, wurden die ersten Mitbringsel
(Gewürze & Co) eingekauft. Müdigkeit machte
sich breit und nach einen guten Abendessen waren alle froh,
zu Bett gehen zu können.Gegen 06.00 Uhr früh (mit
der üblichen Verzögerung) ging es los in die Zagros-Berge.
Mit einer Truppe von 4 Fahrzeugen waren unsere Freunde gekommen.
Nach 1 Stunde Fahrt konnten wir feststellen, dass es viel
Regen gebeben hatte und die Berge war alle in ein zartes
grün getaucht. Ergebnis dieser guten Nachricht, es
waren kaum Nomaden unterwegs, weil dieses es sich in diesem
Jahr ersparen konnten, weit in den Norden zu wandern. So
werden diese Nomaden erst später die eigentlichen Sommerweiden
erreichen.
Einige Nomadensippen hatten sich im Gegensatz im Vorjahr
verstärkt und lagerten ebenfalls an der nunmehr bereits
befestigen Bergstrasse. Schnell fanden wir unseren bewährten
Lagerplatz wieder zum Frühstück; Melone, Käse,
Tee und Brot. Dieser Ratplatz wird offensichtlich auch von
zahlreichen Schulklassen der Umgebung besucht und so kamen
etliche Schulklassen um am nahen Fluss ein Picknick zu machen.Weiter
fuhren wir in Richtung Berge um nach einer guten Stunde
unsere Freunde zu treffen, mit denen wir dann unsere Kontroll-
und Findungsreise beginnen konnten. Mitgebrachte Kugelschreiben
führten kurzerhand zu einem kleine Chaos, denn jeder
der Kinder wollte unbedingt einen Kugelschreiber haben.
Also für die nächste Reise werden große
Mengen Kugelschreiben gekauft, die wohl ein kleines Statussymbol
sind.Erste Halbnomaden wurden besucht und die Teppiche auf
den Knüpfstühlen besichtigt. Diese Reise war so
angelegt, dass wir erst einmal die Knüpfstühle
aufsuchen wollten, auf denen unsere Aufträge aus dem
Herbst und Frühjahr in Arbeit waren. Deutlich wurde
bereits hier der Unterschied zwischen der
Normal-Ware und unserer Auftragsfertigung, die kontrolliert
und überwacht wird und somit in wesentlich besserer
Gesamtkonstruktion geliefert wird.Den Knüpferinnen,
die gut gearbeitet hatten wurde jeweils ein kleiner Betrag
zusätzlich überreicht um sie zu ermuntern, auch
weiterhin für uns so gut zu arbeiten.Haus für
Haus, Ort für Ort wurde besucht und wir konnten (mit
wenigen Ausnahmen) zufrieden feststellen, dass die in Arbeit
befindlichen Teppiche einen sehr guten Qualitätsstandart
aufwiesen. Dort wo es etwas zu beanstanden gab, wurde dies
gleich mit den Knüpferinnen vor Ort diskutiert.
Auf der weiteren Reise konnten sich alle davon überzeugen,
wie der Anbau von Weinreben immer weiter fortschreitet und
unser Schiraz-Consulatswein wird uns auch weiterhin zur
Verfügung stehen.
Alsbald war ein hoher Pass passiert und wir erreichten
die eigentliche Hochebene unserer Nomaden. Auch hier grünte
und blühte es in voller Pracht, die Berge hatten immer
noch kleine Schneekappen. Für die erstmals mitreisenden
Freunde waren es gewaltige Eindrücke, die gewonnen
wurden, vor allen Dingen unter welchen Lebensumständen
unsere Freunde hier leben.Der Begriff 12/4 haus wurde hier
deutlich, denn in vielen Häusern füllte der Knüpfstuhl
jeweils den ganzen Raum aus. Auch konnten die Kollegen aus
eigener Anschauung das typische Leben der Halbnomaden kennenlernen,
die das Zelt mit der Haus getauscht haben.
Wir waren übereinstimmend der Meinung, dass das Leben
der Nomaden - aus unserer eingeschränkten Sicht"
doch besser sei. Aber für die Nomaden ist es wohl doch
erst einmal erstrebenswert sesshaft zu werden. Deshalb ist
es eine unserer Aufgaben, die Stellung der Wandernomaden
in der Gesellschaft zuverbessern, soweit uns dies durch
unsere Arbeit überhaupt möglich ist.Hier in den
Bergen, im Tal der schönsten Ghasghai-Frauen, wurde
noch einmal deutlich mit welchen Pfand wir im Handel eigentlich
wuchern können. Kein anderer Marktbeteiligter ist in
der Lage, so authentisch echt und durch eigene Beziehung
zu den Knüpferinnen den Nachweis der Seriosität
erbringen zu können. Nur wer diese Sache nicht nutzt,
hat nicht begriffen, welches Kapital in unserer Arbeit steckt.
Ein außergewöhnliches Mittagessen wurde uns
im Hause in unseres Distriktleiters präsentiert und
stelle die Mägen vor große Aufgaben, dass alles
zu bewältigen. Die Familie freute sich über die
mitgebrachten Bilder der letzten Reise, die immer wieder
heißbegehrt sind. Immer wieder bat man uns Fotos zu
machen, denn dazu gibt es sonst kaum Gelegenheit. Die Mittagshitze
war zu groß um die Reise sofort fortzusetzen und so
gab es erst einmal eine Mittagsruhe bis wir wieder aufbrachen
um am Nachmittag in
das Dorf der schönsten Ghasghai-Frauen zu fahren. Hier
fanden wir fantastische "Findlinge® und Bodenschätze®
die wir im Herbst dieses Jahres dann für die Arbeitsgemeinschaft
präsentieren könnten. Wir hatten wir der Reise
darum gebeten, die Nacht bei den Nomaden in den Bergen verbringen
zu können. Dies war nicht zu realisieren, weil die
dafür geeigneten Nomadenfamilien noch nicht auf der
Höhe angekommen waren, aber man entschädigte uns
auf andere Weise.Es wurde Zeit in das Hochgebirge aufzubrechen,
weil wir uns vorgenommen hatten, in den Bergen zu schlafen.
Ein Teil unserer Freunde war vorausgefahren um ein Lager
vorzubereiten und das Lagerfeuer brannte schon. Junge Musiker/Sänger
aus dem Dorf begleiteten uns.
Für viele war es ein völlig unerwartetes Erlebnis.
Die Glut des Lagerfeuers war schnell zu einem Grill fertig
und eine junge Ziege wurde zerteilt, auf Spieße verteilt
und nach dem Grill als köstliches Mahl serviert. Natürlich
gab es die erforderlichen Getränke und alsbald war
es eine fröhliche Internationale Runde.
Hamid stellte dann die alles entscheidende Frage "
wollt Ihr wirklich hier draußen in den Bergen schlafen?"
Für uns gab es gar keine Alternative. Die Schlafsäcke
wurden bereitet, Decken ausgelegt und erst einmal eine Runde
bereitet, damit alle einen guten Schlafplatz hatten. Es
war schon ein komischer Anblick. 20 Männer lagen in
Schlafsäcken eingehüllt in der freien Natur. Da
es in den Bergen schnell dunkel wird konnten alle Teilnehmer
dann feststellen, was zu unseren "Findlingen® Sternenhimmel
über uns" geführt hatte. Die Sterne waren
zum Greifen nah.Eine Nachtwache wurde aufgestellt, die uns
vor unliebsamen Überraschungen schützen sollte,
denn Wölfe und Füchse sind durchaus auch in dieser
Gegend unterwegs, wie wir ja vor Jahren selbst auf einer
Nachtfahrt erlebt haben. Die Nacht wurde empfindlich kalt
und gegen 06.00 Uhr früh war der Schlaf vorbei. Alle
kletterten aus den Schlafsäcken um sich am Morgenfeuer
zu wärmen - zuvor musste aber erst einmal neues Brennmaterial
gesammelt werden. Wir kamen uns vor wie wandernde Nomaden
und merkten wie mühsam es ist, in den Bergen ohne Bäume
Brennmaterial zu finden.Wir haben dann das Lager wieder
zusammengeräumt, unsere Spuren beseitigt und das restliche
Wasser in die Wasserstelle für die Vögel gegeben,
die davon noch längere Zeit trinken werden, denn der
Lagerplatz ist ein alter Platz der Vorfahren unserer Begleiter,
deren Familien vor 20 Jahren die Wanderung aufgegeben haben
und die Sorge um die Tiere war eine wichtige Sache.Zurück
im Hause unseres Distriktleiters zum Frühstück,
denn für eine so große Gruppe wäre es zu
aufwendig gewesen, dass Frühstück in den Bergen
zu bereiten.
Die ungewohnte Schlafhaltung steckte uns doch in den Knochen.
Die Sonne brannte schon als wir aufbrachen zum Hochplateau
unserer Wandernomaden, wo wir das neue Projekt " Black-
Tent®" aus der Taufe heben wollten.
Zuvor besuchten wir einen Lagerplatz von Wandernomaden,
die gerade damit beschäftigt waren, die Schafe nach
dem Winter zu scheren. Hier konnten wir demonstrieren, welche
Grundwolle für unsere neue Serie " Black-Tent®
- KIRKUHALI©-Natur verwenden wollen. Kaum einer kannte
die mühsame Art der Schafschur, denn was in Neuseeland
praktiziert wird, ist hier unbekannt. Mit Handscheren wird
geschoren, mühsam, mühsam. Auch den Unterschied
von Winterwolle/Sommerwolle konnten wir hier verdeutlichen.
Immer wieder sahen wir auch Frauen, die mit der Handspindel
beschäftigt waren, um aus dem Vlies die beste Wolle
für unsere Produkte zu spinnen. Die Arbeitsmethode
dieser Frauen unterscheidet sich eben völlig von allen
anderen Spinnmethoden.
Wir hatten Glück. Eine große Nomadensippe querte
dieses Lager mit rund 1000 Schafen und Ziegen auf dem Weg
zur Sommerweide.Weitere tolle Findlinge® bekamen wir
sehen und dann machten wir uns auf den Weg zur Präsentation
der neuen Consulatsidee " Original Black-Tent®-Regenbogenknoten-Kollektion".Welche
Idee liegt diesem neuen Projekt zu Grunde. Die auf dem Hochplateau
lebenden Nomaden (während des Sommers) sind bitterarm.
Durch unsere Unterstützung, die darin begründet
liegt, dass sie für
uns während des Sommerlagers jeweils einen Teppich
produzieren können, wollen wir Ihnen helfen, den Lebensstandard
zu verbessern. Wir wollen auf diesem Plateau mit rund 100
Nomadenfamilien eine neue Produktion aufbauen, die aus besonders
gestalteten Teppichen der Serie KARIMHALI®, JANIHALI®
und Kirkuhali®-Natur® bestehen wird. Die Kollegen
wurden die im vorigen Jahr hier auf dem Plateau entstandenen
Stücke vorgeführt und die Idee vorgestellt. Jedes
Haus innerhalb des CONSULAT DES TEPPICHS® kann so individuell
2-3 Familien betreuen und in absoluter Identität seine
eigenen Teppiche dem Verbraucher vorstellen.
Hier suchen wir zur Zeit die Unterstützung der GTZ
in Bonn um diesem Projekt zum Durchbruch zu verhelfen, denn
für das CONSULAT DES TEPPICHS® allein wird das
Projekt nicht zu finanzieren sein, zumal wir hier eine völlig
neue Struktur aufbauen und die Nomaden wieder zur Teppichknüpfung
zurückführen müssen..Wie immer wenn wir in
diese Region fahren begleitet uns ein Freund aus Teheran,
der seine ärztliche Ausbildung beendet hat, um bei
den Wandernomaden ein wenig die gesundheitlichen Probleme
zu untersuchen. Noch einmal wurde uns bestätigt, dass
entgegen mancher Auffassung, die Nomaden keinerlei ärztliche
Versorgung bekommen. Das Schicksal dieser Menschen hat den
Berichterstatter noch einmal innerlich sehr aufgewühlt
und seinen Wunsch nach direkterHilfe für diese Menschen
verstärkt. Sollte unser Projekt " Black Tent®"
starten, werden wir zur nächsten Reise im Frühjahr
2003 einige Tage zusätzlich dort verbringen und 1 oder
2 Ärzte auf unsere Kosten verpflichten uns zu begleiten
um die gesundheitliche Vorsorge zu verbessern. Dieser Besuch
soll dann
jeweils zu Beginn und zum Ende des Sommerlagers erfolgen.
Einmal um die Probleme des Winters zu beheben und dann wiederum
für den Winter Vorsorge zu tragen.
Also diesem Projekt kommt unmittelbare Bedeutung zu und
auf den im Herbst stattfindenden Kulturwochen für Kreativität
und Design wird dieses Anliegen auch den Verbrauchern vorgestellt.Wir
wurden anschließend wie in einer großen Familie
betreut und was ungewöhnlich ist, setzten sich die
Frauen mit (wenn auch in eine Ecke) in unsere Runde und
freuten sich über unseren Besuch. Nach kurzem Zögern
waren Sie auch bereit, sich mit uns fotografieren zu lassen.
Wir gaben Ihnen einige Geld-Mittel zur Unterstützung
und mussten uns dann am späten Nachmittag von diesen
Freunden verabschieden, denn es kaum ein Unwetter und Sandsturm
auf.
Wir waren mit insgesamt 5 Fahrzeugen unterwegs und das
Auto des Berichterstatters fuhr zuletzt. Wir hatten Abstand
zwischen den Fahrzeugen gelassen um dem Sand zu entgehen.
Als wir um eine der letzten Berge kamen blieb das Hertz
desBerichterstatters fast stehen.Ein Pickup stand fast senkrecht
in einem Loch. Wenn auch keine direkte Fürsorgepflicht
für die mitreisenden Kollegen, so war doch die erste
Reaktion
"hoffentlich ist keiner schwer verletzt". Wir
hatten noch gut 500 Meter zu fahren und konnten nur undeutlich
erkennen, was denn eigentlich los war. Gott sei Dank, niemand
war verletzt. Unter dem Fahrzeug war plötzlich der
Boden weggesackt und ein rund 1 Meter tiefes Loch entstanden
von der Größe ca. 2 x 2 m.
Erst einmal Luft holen. Miteinander und unter Hilfe eines
Allradfahrzeuges zogen wir das Auto dann aus diesem Loch,
es war außer Blech und einer Lampenicht kaputt konnten
wir dann die Rückreise nach Schiraz antreten. Das Wetter
verschlechterte sich zusehend und es gab ein Gewitter mit
viel Regen.Auf der Rückfahrt mussten wir eine Zwangspause
einlegen, denn am Pass war ein großes Bergstück
abgerutscht und die Straße musste erst geräumt
werden. Nach gut 2 1/2 Stunden erreichten wir Schiraz, wo
unsere Fahrer froh waren, dass diese Reise das Ende gefunden
hatte, zumal auch den Fahrern die Nacht in den Bergen wohl
in den Knochen steckte. Wir verabschiedeten unsere Freunde
und versprachen wiederzukommen um vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe
zu leisten.
Am Abend waren wir in das Haus von Hadjji Zollanvari eingeladen,
wo wir die persische Gastfreundschaft wieder in vollen Zügen
genießen konnten.Freitag - Sonntag im Iran - hatten
wir Zeit private Dinge zu unternehmen. Gegen Mittag brachen
wir dann auf, die Färberei zu besuchen, denn auch das
gehört jeweils zu unseren Reisen, denn nichts wird
verschwiegen und alle Mitreisenden sollen jeweils alle Einzelheiten
unserer Produktion sehen.Ein unruhiger Flug ging von Schiraz
nach Teheran wo wir nach einem Abendessen in einen tiefen
Schlaf fielen.Der Samstag war wieder ein Feiertag und so
machten wir uns auf den Weg in die Wäscherei. Unsere
dortigen Arbeiter waren extra für uns bei der Arbeitund
es gab einen umfassenden Überblick über die Geheimnisse
der besten Wäsche für die besten Teppiche.
Am Nachmittag waren wir dann im Basislager und legten unseren
Freunde alle die Stücke vor, die in den letzten Monaten
produziert worden waren. Auch die Teppiche der Herbst- und
Frühjahrsreise, die jetzt fertig waren wurden vorgelegt.
Die ersten Teppiche der neuen Kollektion ILKHAN_HALI©-Classic
konnten auch schon begutachtet werden. Diese Teppiche werden
den Mitgliedern unserer Gemeinschaft erhebliche Vorteile
bringen.Wäre doch die Konjunktur in Deutschland nur
besser, gerne hätten alle die doppelte Menge absortiert
aber Vernunft musste walten.Karimhali®, Eramhali®,
Janihali®, Kirkuhali®, Susahli® fanden großen
Zuspruch. Auch einige Stücke unserer neuen Kollektion
Gengishali®,
(Knüpfung auf Vertikal-Stühlen mit extrem fein
ausgesponnener Wolle) fanden guten Zuspruch. Also wir können
diesen Weg weitergehen und alle freuen sich auf den Herbst,
wenn erstmals die neue Kollektion vorgestellt wird.
Eine erlebnisreiche Reise endete mit einem Abendessen in
einem neuen Privat-Hotel, wo wir den Unterschied zwischen
staatlichem Hotel und Privatmehr als angenehm empfanden.
Es gibt wieder eine neue Adresse für unsere Reise.Herzlich
verabschiedeten wir uns von unseren Freunden, denen wir
eine tolle Woche zu verdanken hatten, denn ohne Hilfe vor
Ort ist das alles nicht möglich. Wir werden sie durch
neue Aufträge in der Arbeit vor Ort unterstützten.Nach
kurzer Nacht ging es am nächsten Morgen mit Iran-Air
zurück nach Hamburg, wo wir gleich wieder mit den Problemen
der Deutschen Bundesbahnkonfrontiert wurden.
Diese Reise war ein voller Erfolg. Zwei neue Kollegen werden
zur Arbeitsgemeinschaft CONSULAT DES TEPPICHS® dazustoßen
und so können wir alle guten Mutes unsereArbeit gegen
die Orgie an Betrug fortsetzen.
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